06.12.2026

Vor 100 Jahren begann die 1. Weltmeisterschaft in London

Nachdem bereits am 16.01.2026 die Gründung der International Table Tennis Federation (ITTF) in die Wege geleitet wurde, fand vom 6. bis 12.12.1926 in der Memorial Hall in der Farringdon Street in London die erste Weltmeisterschaft statt. Spiele wurden auch in einem indischen Studentenwohnheim in der Gower Street, im Unity House in der Euston Road und beim Herga Lawn Tennis Club (LTC) in Harrow ausgetragen.


Flyer / Poster


Programmheft


Das ursprünglich als Europameisterschaft geplante Turnier wurde zur Weltmeisterschaft, weil auch acht indische Tischtennisspieler ankamen. Insgesamt nahmen 64 Männer und 11 Frauen an den Wettkämpfen teil.


Swaythling Cup
für den Sieger im Herren-Mannschaftswettbewerb




Der Swaythling Cup im Wert von 300 Pfund wurde
von Lady Gladys Goldsmid Montagu Swaythling,
der Mutter des Turnierorganisators und Mitbegründers
der International Table Tennis Federation
(ITTF)
Ivor Montagu gestiftet.

Zuletzt wurde der Pokal
bei der Weltmeisterschaft 1981
in Novi Sad (Jugoslawien) ausgespielt.




Memorial Hall, Farringdon Street, London


Bilder von den Teams


Hassan Ali Fyzee – B.C. Singh – A.M. Peermahomed – Ali Athar Fyzee – S. Raja Gopal Suppiah
Indien

Die indische Mannschaft trat ohne ihren besten Spieler Prashant N. Nanda an. Er war der internationale Meister von England und Deutschland. Vor Beginn der Weltmeisterschaft kehrte er nach Indien zurück. Hans-Georg Lindenstaedt schrieb 1926 in der Zeitschrift „Tennis und Golf“über ihn „Nanda ist aalglatt, gewandt und von feurigem Temperament besessen. Er erwischt jeden Ball, um ihn dann wie ein geölter Blitz unhaltbar hineinzuknallen. Unerreichbar seine mannigfaltig geschnittenen Angaben“.


Hans-Georg Lindenstaedt – Daniel Prenn – Carl Gerstmann
Deutschland


Charles Allright – Bernard Bernstein – Percival „Percy“ Bromfield - Frank Burls – James Thompson
England

zu den Ergebnissen

Ein Damen-Doppel-Wettbewerb und ein Damen-Mannschaftsturnier wurden nicht ausgetragen.

Zudem gab es ein Trostturnier für Herren. Teilnahmeberechtigt waren alle Spieler eines Landes, mit Ausnahme der vier jeweils gesetzten Spieler. Sieger des Turniers wurde der Österreicher Munio Pillinger, der all seine Spiele mit 2:0 gewann.